Eine Zionismus-Passage ohne saubere theoretische Differenzierung (klassischer Zionismus / Kulturzionismus / Revisionismus / religiöser Zionismus / post-1967-Zionismus) ist im Plenum praktisch unverteidigbar und wird zur Eigentor-Falle. Wer Zionismus politisch fassen will, müsste mindestens auf Achcar (The Arabs and the Holocaust, 2009; Eastern Cauldron, 2004), Said (The Question of Palestine, 1979) und Butler (Parting Ways, 2012) zurückgreifen. Statt einer schwachen Eigenkonstruktion verzichtet der Antrag besser ganz auf den Begriff und benennt das Konkrete: rechtsextreme Koalitionspartner, Siedlerbewegung, völkerrechtswidrige Besatzungspolitik.
| Antrag: | Solidarität mit der Zivilbevölkerung in Palästina, Israel und dem Libanon |
|---|---|
| Antragsteller*in: | Anton Hensky (KV Braunschweig) |
| Status: | Behandelt |
| Eingereicht: | 05.05.2026, 18:52 |
