Eine „Jerusalem Convention" existiert nicht. Wenn die JDA (Jerusalem Declaration on Antisemitism vom 25.3.2021) gemeint ist, ist deren undifferenzierte Übernahme politisch nicht haltbar (siehe ÄA 13 unten). Die JDA ist von Felix Klein (Bundesbeauftragter), dem Zentralrat der Juden in Deutschland (Schuster) und großen Teilen der etablierten Antisemitismusforschung (Salzborn, Schwarz-Friesel) entschieden abgelehnt worden — sie als Ersatz zu setzen, würde den Antrag in eine offene Konfrontation mit Bundestags-Beschluss vom 7.11.2024 (BT-Drs. 20/13627) und mit der Mehrheitsposition jüdischer Institutionen in Deutschland zwingen, die nicht zu gewinnen ist. Daher müssen wir IHRA kritisch dekonstruieren, ohne JDA als Ersatz zu setzen.
| Antrag: | Solidarität mit der Zivilbevölkerung in Palästina, Israel und dem Libanon |
|---|---|
| Antragsteller*in: | Anton Hensky (KV Braunschweig) |
| Status: | Behandelt |
| Eingereicht: | 05.05.2026, 18:56 |
